Wie können wir den Deutschunterricht mit den Familiengeschichten und Erinnerungen der Schüler_innen verbinden? In dieser Veranstaltung stellen wir den an einem niederländischen Gymnasium entwickelten Lehrplan vor, in dem Familiengeschichten (Krieg, Migration, Kolonialismus) einen Platz im Deutschunterricht erhalten. Anhand Nora Krugs visual memoir „Heimat” werden die Schüler_innen dazu angeregt, ihre eigenen Familiengeschichten zu erforschen und sie mit einem breiteren historischen und kulturellen Narrativ zu verbinden. Diese Methode wurde im Rahmen einer Dissertation an der Universiteit van Amsterdam (UvA), Amsterdam School for Heritage, Memory and Material Culture (AHM), entwickelt.
Wir würden uns freuen, wenn die Teilnehmenden als Hausaufgabe ein Bild oder ein Ding mitbringen, das sie mit ihrer Heimat verbinden.
Informatie over workshopleider
Juliane Schönau (1972; Ost-Berlin, Haarlem, Costa Rica)
DaF-Lehrerin, Spanisch-Lehrerin Stedelijk Gymnasium Haarlem (SGH)
Dawid Grabowski (1985; Schlesien, Aschaffenburg, Amsterdam)
DaF-Lehrer SGH, Doktorand AHM/UvA
Louise Wijting (1994; Alblasserdam, Rotterdam, Berlin)
DaF-Lehrerin , Niederländisch-Lehrerin SGH
1 Wie die Umsetzung der neuen Eindtermen SLO im Deutschunterricht in der Praxis aussehen könnte;
2 Wie Schüler_innen durch deutsche Literatur Zugang zu Erinnerungskulturen innerhalb ihrer Familien und ihren vielfältigen Identitäten und Hintergründen (Belonging) erhalten;
3 Wie dieser Ansatz zu interkulturellen, internationalen und generationsübergreifenden Dialogen im Unterricht beiträgt;
4 Wie dieser Ansatz zu Sprachkompetenz, literarischer Analyse und persönlichem Engagement beiträgt;
5 Welche konkreten Aufgaben und Arbeitsformen sich praktisch als erfolgreich erwiesen haben um die Schüler_innen auf die mündliche Prüfung (PTA) vorzubereiten;
6 Wie dieses Projekt für verschiedene Niveaus und Kontexte angepasst werden kann.